Schon seit ich zwanzig war hatte ich davon geträumt nach Bali zu fahren, so kontrovers auch die Urteile über diese Insel sind, die überall gefällt werden. Für die einen ist es gnadenlos überbewertet und viel zu touristisch, für die anderen spiritueller Yoga-Traum und Selbstfindungsinsel und wieder andere sehen Bali als Sport- und Naturparadies. Gerade deswegen hat es uns erst recht gereizt hier her zu fahren – mal selbst nachschauen, was sich hinter all diesen Meinungen verbirgt. Spoiler: Für uns war es nichts davon.

Bali ist traumhaft schön, unfassbar grün, abwechslungsreich und voller Erlebnisse. Gleichzeitig stimmt einen die Insel in vielerlei Hinsicht extrem nachdenklich, da hier gegensätzliche Welten geballt aufeinander prallen. Die Balinesen in ihrer unendlichen Geduld und Freundlichkeit, die zum Teil in der sehr friedlichen Form des Dharma-Hinduismus verwurzelt ist, die vielen Europäer und Australier, die sich hier immer noch wie Kolonialherren aufführen und dem Irrtum verfallen, das die Balinesen sich das gefallen lassen, weil sie so nett sind. Die unfassbare Natur mit ihren Vulkanen, Stränden in allen Farben und endlose Reisfeldern. Die massive Umweltverschmutzung durch den Tourismus und auch die Indonesier selbst, da es kein Müll- und ein kaum vorhandenes Abwassersystem gibt. Das absurde Verkehrssystem im Süden, verglichen mit der unendlichen Ruhe von Amed oder Tulamben im Norden.

Dass es unzählige Blogs, Reiseführer und dergleichen rund um Indonesien allgemein sowie Bali speziell gibt, ist uns bekannt. Ergänzend zu all dem, was Ihr sonst noch im Netz und in gedruckter Form zu diesem Thema finden könnt, möchten wir Euch erzählen, wie wir Bali erlebt haben. Und Euch bei der Gelegenheit auch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Gerade in einschlägigen Facebook-Gruppen werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt, vielleicht können wir Euch mit unserer Artikelsammlung die ein oder andere davon beantworten.

Unsere Highlights

Sanur entwickelte sich mehr durch Zufall zu unserer Homebase. Sanur war schon in den 60er Jahren ein Urlauberort für holländische Touristen und ist weniger Party- als Familienareal. Viel zu sehen gibt es dort nicht, aber dafür ist es viel ruhiger als in Kuta oder Jimbaran und es ist ein guter Ausgangspunkt für Trips in den kompletten Osten der Insel. Sanur hat einen der wenigen richtig tollen Sandstrände Balis und ein vorgelagertes Riff, so dass man entspannt im Inneren des Riffs im ruhigen Wasser planschen kann – wenn es da ist, denn die Gezeiten sind hier spürbarer als anderswo auf der Insel. Vom Strand aus hat man einen Wahnsinnsblick auf den Gunung Agung und ich liebe Vulkane – ich kann dort stundenlang sitzen und mir den Berg anschauen. Mehr Tipps für Sanur, speziell für die Abendgestaltung, findet Ihr hier.

Übrigens: Wer weiße Sandstrände mit Kokosnusspalmen sucht ist in Bali definitiv falsch und sollte lieber auf die Malediven oder in die Karibik fahren! Es gibt den einen oder anderen schönen Strand, aber das meiste sind schwarze oder graue Schotterstrände vulkanischen Ursprungs, felsig oder wie bei Canggu mit extremer Brandung, die top zum Surfen geeignet ist. Und das ist das tolle – jeder Strand ist anders und man weiß nie was einen erwartet wenn man ans Meer kommt.

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Sanur Beach. / Foto: fuchsundkatze.de

Ubud ist nach wie vor völlig im Eat Pray Love Hype. Der Ort ist seit wenigen Jahren völlig überlaufen und nicht dafür ausgelegt. Der obligatorische Monkey Forrest und der kleine Königspalast sind überfüllt und die Straßen konstant verstopft. Wunderschön ist allerdings die Natur rund um Ubud. Der Ort eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge. Deshalb: Unterkunft etwas außerhalb buchen, Auto oder Roller mieten und ab in die Reisfelder oder ins Yoga Barn.

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Uboot. / Foto: fuchsundkatze.de

Unser Weg ins UNESCO Weltkulturerbe Jatiluwih führte uns durch Tabanan, wo wir einmal über den Markt spaziert sind. Anschließend haben wir uns über abenteuerliche Straßen die Berge zum Aussichtspunkt über den Reisterrassen hinaufgewunden. Jatiluwih heißt übersetzt „atemberaubend schön“ und so seltsam einem das erstmal anmuten mag (ich meine, es geht immer noch um Reis) – das ist es auch. Die Terrassen ziehen sich über viele Kilometer die vulkanischen Hänge des Gunung Batukaru entlang. Da man auf 800 Metern Höhe ist, steht man gelegentlich in einer niedrig hängenden Wolke, was das ganze noch magischer macht.

Auf dem Rückweg sind wir noch am Bratantempel vorbeigefahren. Mehr über unseren Daytrip ins Landesinnere findet ihr in Kürze hier.

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UNESCO Weltkulturerbe Jatiluwih. / Foto: fuchsundkatze.de

Tanah Lot und Bratan, der Meeres- und der Bergtempel, sind DIE Attraktion auf Bali. Beide sind hoffnungslos überlaufen von Touristen aus aller Welt, die hier Busweise ausgeladen werden um fünf Selfies zu machen, über den Rasen zu latschen und wieder zu gehen. Mehr durch Zufall haben wir uns entschlossen Tanah Lot am frühen morgen zu besichtigen und hatten das Tempelareal gegen 8 Uhr morgens fast komplett für uns. Auch das Licht ist um die Zeit sehr besonders und perfekt zum Fotografieren, während es tagsüber eher gleißend ist – und man abends eigentlich gar nichts mehr sieht, weil jeder zum Sonnenuntergang kommt. Unser Fahrer hat uns danach noch die alte Königsstadt Mengwi vorgeschlagen, die wir sonst wahrscheinlich nie gesehen hätten. Komischerweise fällt Mengwi bei den meisten Touren etwas hinten runter, was wir gar nicht verstehen konnten, da auch diese Tempelanlange wunderschön ist. Mehr zu Tanah Lot und Mengwi.

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Pura Tanah Lot. / Foto: fuchsundkatze.de

Tenganan Pegringsingan ist ein Dörfchen im Nordwesten der Insel, das von den Bali Aga bewohnt wird, die sich selbst als Nachfahren der balinesischen Ureinwohner bezeichnen. Hier sieht man noch ein bisschen, wie Bali in vorhinduistischer Zeit gelebt wurde. Mehr dazu in Kürze hier.

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Tenganan. / Foto: fuchsundkatze.de

Ach Amed! Du winziges Paradies am Nordwestzipfel. Wir sind keine Taucher, aber begeisterte Schnorchler und Amed liegt unmittelbar am Riff in einer kleinen Bucht und ist dadurch sehr geschützt und ruhig. Das Riff geht fast bis ans Ufer, so dass man nur zwei Schritte ins Meer gehen muss um die bunte Fischvielfalt sehen zu können. Mehr zu Amed findet ihr in Kürze hier.

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Foto: fuchsundkatze.de

Der Gunung Batur – endlich ein Vulkan! Eigentlich war der Plan, den nächtlichen Aufstieg zu wagen um den Sonnenaufgang vom Gipfel zu sehen. Letztendlich sind wir dann doch nur mit dem Auto hochgefahren und auch dort konnten wir leider nicht bleiben. Ich hatte mir beim Schnorcheln eine Ohrenentzündung eingefangen und der Druckunterschied von 0 zu 1300 Meter Höhe hat nicht so gut getan. Gunung heißt übrigens einfach Berg und alle Vulkane Balis können zwar grundsätzlich bestiegen werden, sind aber alle auch aktiv und brechen in unterschiedlichem Umfang regelmäßig aus.

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Foto: fuchsundkatze.de

Als Musikwissenschaftler sind mir die Gamelanorchester mit ihrem konstanten „bingbonbingbong“ schon im Studium über den Weg gelaufen. Schon immer wollte ich das mal live erleben, so dass wir nicht nein gesagt haben, als uns eine balinesische Theatervorstellung angeboten wurde. Ja, eine Touristenvorführung, aber ehrlich gesagt ist die Staatsoper in Berlin auch eine Touribude und deswegen auch nicht weniger authentisch. Spannend war auch, einem Instrumentenbauer in Tenganan über die Schulter zu schauen. Mehr dazu in Kürze hier.

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Foto: fuchsundkatze.de

Und, lohnt es sich?

Bali war meine erste Begegnung mit Massentourismus und es wäre okay, wenn es die einzige bliebe. Ich hab dadurch viel über dieses Phänomen und umweltfreundlicheres Reise nachgedacht, einen ausführlicheren Artikel dazu gibt hier.

Bali war auch unsere erste Begegnung mit der kastenlosen Form des Dharma-Hinduismus, der in seiner entspannten Friedlichkeit dem Buddhismus ähnlich ist. Dieser spezielle Duft der Räucherstäbchen in den kleinen Opfergaben liegt über der ganzen Insel und macht für uns ganz viel vom Bali Feeling aus. Die Tempel und die Kultur sind wahnsinnig spannend und haben uns die Augen für eine Religion geöffnet, mit der wir bisher eher gar nichts zu tun hatten – und das ausgerechnet im größten muslimischen Land der Welt! Durch die vielen Tempel und Zeremonien lernt man täglich automatisch etwas über die Religion und Kultur und die Balinesen lieben es, einem die Welt zu erklären – ohne einem ihre Weltsicht aufzuzwingen (lerne davon, westliche Welt!).

Die Natur ist atemberaubend und so abwechslungsreich, wüstenartig ganz im Süden, voller Regenwälder und Reisfelder im Landesinneren, Strände in allen Farben und eine abgefahrene Tier- und Pflanzenwelt zu Land und zu Wasser.

Das Bali-Erlebnis ist nicht nur positiv, aber es hat uns nachhaltig beeindruckt und wir können verstehen, dass man sagt, diese Insel verändert einen. Bali hat irgendetwas an sich, was einen dazu bringt sich mit seinem eigenen Selbst auseinander zu setzen. Sei es die Kultur, die Natur oder der Versuch, ein Leben im Einklang mit dem Kosmos und dem Massentourismus unter einen Hut zu bringen – Bali öffnet einem die Augen. Bali, du warst gut zu uns. Ja, es lohnt sich definitiv.


SHORTCUT

Vorbereitung, Papiere und Moneten: Roman hat unsere gesamte Reisevorbereitung hier zusammengefasst, deswegen nur kurz: Ihr braucht eine Reisepass, aber kein Visum und bekommt bei der Einreise einfach einen Stempel in den Pass.
Gezahlt wird mit indonesischen Rupiah, die den absurden Umrechnungskurs von 1 € zu 16 000 Rupiah haben. Geld abheben und zahlen kann man überall unkompliziert mit Kreditkarte.
In Bali spricht man Bahasa Indonesia, Balinesisch und viele Balinesier können auch sehr gut Englisch. Achtung für die Ausreise: Das sollte einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen, aber nehmt keine Tropenhölzer und keine Korallenstücke mit nach Hause. Nicht nur ist das eine umwelttechnische Sauerei, sondern auch verboten und wird mit hohen Bußgeldern geahndet.

Zeit & Anreise: 14 Tage, wovon zwei für An- und Abreise draufgingen, denn es ist SEHR weit. Wirklich weit. Fast australienweit, denn von dort fliegt man im Gegensatz zu Europa nur vier Stunden bis Bali. Wir sind mit China Airlines von Frankfurt über Taipeh nach Denpasar geflogen und waren insgesamt 17 Stunden in der Luft plus ein paar Stunden Aufenthalt in Taiwan. China Airlines ist prima und sie geben sich Mühe es einem auch in der Economy Class gemütlich zu machen. Trotzdem sind Langstreckenflüge eine lästige Angelegenheit, Tipps zur Überbrückung von Langeweile, Flugangst und was einen noch so ereilen kann findet Ihr in Kürze hier (link).

Grundsätzlich sind zwei Wochen viel zu wenig, wir haben so vieles gar nicht gemacht, was uns auch noch interessiert hätte. 3 – 4 Wochen sollte man sich mindestens Zeit nehmen, um auch die Nachbarinseln erkunden zu können.

Was hat es gekostet: Ca.1200 € für die Flüge und Übernachtungen und nochmal ungefähr 500 € pro Person vor Ort. Das kann man günstiger haben, aber wir haben aus beruflichen Gründen keine andere Wahl als Fernreisen im Juli / August und damit zur Hauptsaison zu machen. Vor Ort ist alles sehr günstig, speziell Essen kann man zu wirklich niedrigen Preisen.

Unterkünfte: Schlafgelegenheiten findet man von 10 € pro Nacht bis open end. Populär sind die diversen Homestays, die man über Air BNB oder einfach spontan vor Ort finden kann. Grundsätzlich ist es selbst in der Hauptsaison kein Problem spontan Unterkünfte zu finden.

Essen:  Bali ist ein kulinarisches Paradies, egal ob man Fleisch isst, Vegetarier oder vegan ist. Die indonesische Küche ist sehr abwechslungsreich, es gibt tolle Gerichte mit Hühnchenfleisch, frisches Gemüse direkt vom Feld, Gewürze und Tropenfrüchte bis zum Abwinken. Und natürlich Reis in allen Zubereitungsvarianten. Grundsätzlich muss man nicht teuer essen gehen um gute Mahlzeiten zu bekommen, die vielen Wahrung (Imbisse) am Straßenrand sind oft auch wahnsinnig toll. Die klassisches Tropenregel „Wash it, peel it or leave it“ darf man nie aus den Augen verlieren, ansonsten sollte man sich voll ins Entdeckeressen stürzen und überall durchprobieren: Saté, Black Rice Pudding, Gado Gado, Nasi Goreng, Nasie Campur usw. usw.  Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Roman hat hier seine Essensempfehlungen am Beispiel von Sanur zusammengefasst, das sich ein bisschen zu unserer Homebase entwickelt hat.

Transportmittel: Der Verkehr in Bali ist eine Klasse für sich und wie in den meistens asiatischen Ländern für Europäer gewöhnungsbedürftig. Es herrscht Linksverkehr und die Straßen sind nicht nur schmal sondern auch hoffnungslos überfüllt. Das wichtigste Mittel im Straßenverkehr ist Hupen. Man hupt wenn man überholt, wenn man abbiegt oder wenn man aus einer kleineren in eine größere Straße einbiegt und auch sonst ab und an mal völlig grundlos, kann ja nicht schaden. Auch vorbeifahrende Taxis hupen schon mal, um potentielle Fahrgäste auf sich aufmerksam zu machen. Der Verkehr läuft nach einer Art bedingungslose Rücksichtslosigkeit, die deswegen funktioniert weil jeder davon ausgeht, dass der andere alles falsch macht und deshalb immer aufpasst.  Zweispurige Straßen werden schnell mal fünfspurige und auf den allgegenwärtigen Rollern wird alles transportiert was nicht bei drei auf den Bäumen ist: fünfköpfige Familien, Eier, Reis und Schweine. Bali hat vier Millionen Einwohner – aber fünf Millionen Roller.

Am elegantesten kommt man von A nach B, wenn man sich ein Auto samt Fahrer mietet. Das kam uns anfangs komisch vor, wie Kolonialherren durch diese ehemaligen Kolonien kutschiert zu werden, ist aber dort völlig normal und ernährt im besten Fall eine ganze Familie. Fahrer findet man über die Unterkünfte, direkt am Straßenrand oder online. Man handelt einen Festpreis für den Tag aus und kann dann im Schnitt für 40 € den ganzen Tag unterwegs sein. Mehr zu unserer Erfahrung mit Fahrern findet ihr hier.

Unabhängiger und günstiger ist man dabei, wenn man einen Roller mietet. Dafür braucht man allerdings einen internationalen Führerschein und man sollte wissen was man tut. Die einzigen Unfälle die wir gesehen haben waren Touristen, die ihre Roller nicht unter Kontrolle hatten. Wenn man damit umgehen kann ist Rollerfahren aber etwas sehr Entspanntes und gestaltet den Aufenthalt deutlich flexibler.

Will man nur eine mittlere Strecke zurücklegen, nimmt man ein Taxi. Wobei man darauf achten sollte, die Blue Bird Group zu erwischen UND den Taxifahrer darauf hinzuweisen das Taxameter anzustellen. Das wird gern „vergessen“. Auf Bali herrscht eine regelrechte Taximafia und Uber sowie Grab sind in manchen Gegenden (wie zum Beispiel Ubud) verboten. In vielen anderen Teilen Balis funktioniert es aber und ob man die ohnehin schon günstigen Preise noch damit drücken will, muss jeder mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren.

Öffentliche Verkehrsmittel gibt es wenig. Für kurzen Strecken kann man Bemos ranwinken, kleine grüne Minibusse, die einen für ein paar 1000 Rupiah von A nach B bringen. Man steigt ein, sagt irgendwann Stop und steigt wieder aus. Dass die Bemos manchmal ein bisschen wie klapprige Seelenverkäufer wirken, sollte dabei nicht irritieren. Die fahren trotzdem zuverlässig von A nach B.

Peramabusse fahren auch für günstiges Geld von einem großen Ort zum nächsten.

Beste Reisezeit: Die Trockenzeit in Bali dauert ungefähr von Mai bis November. In dieser Zeit regnet es sehr selten und die Temperaturen liegen konstant zwischen 28 und 35 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. In der Regenzeit schüttet es aber auch nicht ununterbrochen wie aus Eimern, es gibt auch oft Tage an denen es gar nicht regnet.

Sicherheit & Gesundheit: Auch hier gilt wie überall: Vor Terror ist man heute nirgendwo mehr sicher. Das sollte einen aber nicht vom Reisen generell und von Bali im Besonderen abhalten. Wir haben uns in Bali sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt, trotzdem sollte sich jeder mit ausreichendem Vorlauf die Reisehinweise des auswärtigen Amtes durchlesen.

Wie immer bei Reisen in die Tropen steht einem vor Abreise eine wahre Impfrochade bevor. Ganz klar vorneweg: Wir sind keine Ärzte! Grundsätzlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie er sich impfen lässt und wir sprechen hier keine Empfehlungen aus. Unsere Impfungen waren: Tollwut, Cholera, Typhus sowie Hep A + B Auffrischungen. Als wir in Bali waren war der Impfstoff gegen Tollwut dort auch nicht verfügbar, so dass man bei einem Biss nach Singapur zur Behandlung ausgeflogen werden musste.

Das Gesundheitssystem in Bali entspricht westlichen Standards und man ist auch bei schlimmeren Geschichten innerhalb von 24 Stunden im nächsten Krankenhaus. Ich hatte zwischendurch einen Mittelohrentzündung und habe unkompliziert Antibiotika und was man sonst noch alles so braucht von einem indonesischen Arzt bekommen. Während Malaria in Bali zur Zeit quasi nicht existiert, ist Dengue Fieber aber weit verbreitet und wir haben Leute kennen gelernt, die deswegen zur Behandlung ins Krankenhaus mussten. Mücken- und Sonnenspray sind also dein Freund.


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